Natur


Offene Landschaft

Der Nissum Fjord ist eine Küstenlagune, in dem sich Süßwasser aus einem großen Einzugsgebiet durch besonders die Storå im Fjord sammelt, bevor es an der Schleuse Thorsminde abgeleitet wird und sich mit dem Salzwasser der Nordsee vermischt. Sieben Prozent des Jütländischen Gebiets entwässern zum Nissum Fjord.
 
Der Fjord ist ein einzigartiges und sensibles Stück Natur, auf das wir achtgeben müssen. Gleichzeitig ist es aber eine offene Landschaft, wo alle willkommen sind, solange sie die Natur und die besonderen Verhaltensregeln  respektieren und sich bewusst sind, dass Wanderpfade und Fahrradwege an vielen Stellen über Land in Privatbesitz führen.
 
Die Zugangsbedingungen sind gut, da lokale Kräfte und Behörden durch das Netzerk Nissum Fjord seit 2006 zusammenarbeiten, um den Fjord durch Wanderwege, Brücken, Unterstände, Vögeltürme und Informationstafeln zugänglicher zu machen. 

Entwässerung

Der Nissum Fjord teilt sich in drei Bassins - Bøvling Fjord, Mellem Fjord und Felsted Kog – die zusammen ein Gebiet von 65 Quadratkilometern decken. Die Durchschnittstiefe im Fjord ist zirka ein Meter, und die maximale Tiefe in jedem Bassin ist 2-2,5 Meter.
Das Einzugsgebiet des Nissum Fjords ist an die 1600 km2. Der Großteil des Süßwassers des Fjords wird über die Storå in das südliche Bassin überführt, Felsted Krog (Bild). Die Salzhaltigkeit ist in den Bassins daher sehr unterschiedlich, was zu Unterschiede im Plfanzen- und Tierleben in und an den drei Teilen des Fjords führt.

Der flache Wasserstand hat durch das 19. Jahrhundert Bauern und Gesellschaften versuchen lassen, Teile des Nissum Fjords trocken zu legen und den Grund des Fjordes zu Landwirtschaftsfläche zu machen. Starke Stürme haben dies vereitelt, aber in Felsted Krog kann man immer noch Überbleibsel von Deichen sehen. Die Schleuse in Thorsminde, Pumpenhäuser und Deiche haben bis heute ihren Anteil an der Entwässerung der Landwirtschaftsgebiete rund um den Nissum Fjord.

An manchen Stellen werden die Äcker weitestgehend bis zum Wasser bebaut, während sich die Wiesenflächen nur für das Abgrasen mit Rindern, Pferden und Schafen eignet. Das Grasen der Tiere auf den Wiesengebieten hält Büsche und den Schilfwald flach, was den Paarungsbedingungen der bedrohten Wiesenvögel zugute kommt.

Nah am Nissum Fjord

Der Nissum Fjord ist Teil der Fjordlandschaft entlang der Westküste. Nur eine schmale Landzunge mit Dünen und der Schleuse bei Thorsminde trennen den Fjord von der Nordsee. Gäste, die entlang der Dünen auf der Küstenstraße fahren, erleben den Fjord als ein großes, oft vogelreiches Gebiet. Hält man an oder wird von den Einheimischen auf eine Tour mitgenommen, öffnet sich eine vielfältige Natur und Kulturlandschaft, die den Nissum Fjord rundherum prägt.
 
Hier, in flachem Land unter hohem Himmel, haben die starken Kräfte der Natur, mit Wind, Wasser und Sand, schon immer eine Hauptrolle gespielt. Schauen Sie nur auf die imposante Bøvling Düne, die feuchten Strandwiesen und die vielen Windmühlen. Durch das vielfältige Zusammenspiel der Natur, ist der Fjord jeden Tag ein neues Erlebnis. Gestern war er vielleicht noch windgepeitscht, mit weißen Schaumkronen auf den Wellen und fliegenden Kitesurfen in der Luft bei Thorsminde. Eine der seltenen Pflanzen die man finden kann, ist Purpurnes Knabenkraut.
 
Heute kann er Spiegelglatt sein, mit Hobbyfischern die aus kleinen Booten leinen auswerfen. Und morgen kann das nördliche Ende - Bøvling Fjord - mit seinem flachen Wasser, vom Wind so trockengeweht sein, das man tausende Wattvögel die braune Fjordernte durchwühlen sieht.

Die Vögel

Der Nissum Fjord hat ein sehr vielseitiges Vogelleben und ist für Enten, Gänse und Watvögel, die hier auf der festen Trekkroute zwischen Nord- und Südeuropa rasten, von internationaler Bedeutung. Gänse, Enten und Schwäne sind gemeinsam mit Fischreihern, Rohrweihen und Kormoranen die charakteristischen Vögel am Fjord, aber Ornithologen suchen ihn auch auf um die Rohrdommel und seltene Wiesenvögel wie Vogt, Strandläufer, Uferschnepfen und Mornellregenpfeifer zu erleben.

Manche der Zugvögel müssen ihr Leben lassen, wenn die Jagd in die letzten Monate des Jahres übergeht, aber dann sind die meisten der lokal brütenden Vögel bereits südwärts gezogen. Die Jäger begrenzen auch die Zahl der Füchse, Marderhünde und entlaufener Nerze, die alle hart mit den brütenden Vögeln umgehen.

Aus Rücksicht auf unter anderem die seltenen Rohrdommel, wird das Schilfohr im Schilfwald nur November-Februar geerntet. Am Südende des Fjords liegt Fjandø, die als Brutstätte besonders für Küstenvögel wie Möwen, Seeschwalben und Säbelschnäbler geschützt ist.

Nissum Fjord 2014  |  Stabyvej 73  |  6990  Ulfborg  |  9749 5241  |  info@nissumfjord.dk